Seit Arakis aus
gesundheitlichen Gründen wieder in Bern ist, träumte Thomas immer
von seinem schwarzen Pferd. Nun haben wir es endlich gefunden.
Ein wunderschöner schwarzer Araber Wal-lach spanischer Herkunft
mit dem unaussprechlichen Namen Escurço, welchen wir ganz
einfach Chico nennen, was so viel heisst wie Jüngling. In
der kurzen Zeit wo Chico bei uns ist, hat sich zwischen Thomas
und ihm schon ein richtiges Vertrauensverhältnis entwickelt,
wie man es sonst erst nach Jahren sieht.
Letztes Wochenende haben wir für unsere wunderschönen Trekkingtouren
neue Wege gesucht, was jeweils happige Überraschungen, Nervenkitzel
und jede Menge Abenteuer mit sich bringt. Da sich Uranus und
Chico gut verstehen, nahm ich Uranus, welcher manchmal noch recht ängst-lich
ist, wenn sein Mami nicht
dabei ist. So musste Chico bei den schwierigen Passagen oft vor-ab.
Da die Gegend vom Doubs sehr wild und felsig ist, erlebt man manchmal
recht böse Überra-schungen. So geschah es uns
auch. Ein Wanderweg, welcher breit und leicht ansteigend begann, wurde
zu zusehends steiler und schmäler. Zuletzt war es so schmal, dass
die Pferde knapp die Hufe aufsetzen konnten. Zudem fiel der Hang sehr
steil ab. Thomas war schon längst abgestiegen und kletterte mit
Chico vorneweg. Wegen meiner Höhenangst, konnte ich schon längst
nichts mehr machen. Wie gelähmt sass ich auf Uranus und krallte
mich an seiner Mahne fest. Zu allem Elend kam noch ein Bächlein
mit einer für die Pferde unpassierbaren Brücke. Chico folgte
Tho-mas wie ein Lämmlein durchs Wasser, voller Vertrauen in seinen
Meister. Nun stieg auch ich mit Beinen wie Pudding vom Pferd und kam
fast unter Uranus, als dieser mit einem gewaltigen Satz über das
Bächlein setzte. Als wir endlich ausser Puste oben ankamen, waren
wir wieder einmal froh, dass wir alle Trekks vorher sorgfältig
auskundschaften, bevor wir uns mit unseren Kunden auf den Weg machen.
Natürlich gibt es trotzdem immer wieder Überraschungen. Zum
Beispiel war wieder ein Teil des Weges am Doubs entlang überschwemmt
und es brauchte einige Überre-dungskunst, dass die Pferde das
Wasser durchwateten.
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