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Kam im September 1992 mit einem Transport von Polen, durch einen
Händler in die Schweiz. Im Januar 93 fand er seine jetzigen
Besitzer Beatrice und Christoph Schwarz.
Beatrice und Christoph
Nachstehend kurz die Geschichte, wie Beatrice und Christoph
zu Ihren Pferden kamen.
Als Beatrice im Jahre 1990 von Ihrem Arzt erfuhr, dass sie wegen schweren
Nierenproblemen höchstens noch 6 Jahre normal leben könne
und ihr für danach ein Leben mit Dialyse und starken Einschränkungen
in Aussicht stellte, überlegte Beatrice wie sie die verbleibende
Zeit noch nutzen könne. Freundinnen rieten zu Kleider - und Schmuckkauf
um sich mit materiellen Dingen eine Freude zu machen. Dies war jedoch
nicht im Charakter von Beatrice und sie begann sich ernsthaft zu hinterfragen,
was sie schon immer in ihrem Leben wollte und sich nie geleistet hatte.
Eines Tages eröffnete sie Christoph, dass sie gerne ein Pferd
hätte. Beatrice hatte schon immer eine Liebe zu diesen edlen,
stolzen Tieren, hatte jedoch keine Reiterfahrung und auch etwas Respekt,
da sie noch nie Gelegenheit hatte, den Umgang mit Pferden zu erlernen.
So kam es, dass sie im August 1991 ihr erstes Pferd Sandor kauften.
Im Stall wo Sandor stand waren 12 Pferde, welche Beatrice unter Anleitung
von "Grosi" lernte zu pflegen, misten und alles was sonst
noch so dazu gehört. Schon bald stellte sich heraus, dass Beatrice
einen besonderen Draht zu diesen Tieren hatte. Sie merkte sofort, wenn
einem ihrer Schützlinge etwas fehlte und gewann durch den Umgang
mit ihnen auch das Vertrauen mit Sandor auszureiten. Es war jedoch
nicht so lustig immer ohne den geliebten Partner reiten zu gehen und
sich ein Pferd zu teilen. So erstanden sie am 30.1.93 das zweite Pferd
Arakis. Arakis und Sandor verstanden sich prima. Beide gingen gut am
Wagen, konnten jedoch nicht gemeinsam eingespannt werden, da Arakis
den viel zügigeren Schritt hatte und Sandor daneben jeweils fast
traben musste. Arakis hat sowieso sehr schöne Gänge und auch
mehr Temperament als Sandor.
Sandor blieb jedoch eindeutig der Liebling von Beatrice und 4 Jahre
konnten die beiden gemeinsam lange Spazierritte geniessen. Sie kamen
auch einmal zu mir in den Jura, wo sie eine Woche Ferien mit ihren
Pferden machten. Zwischen Sandor und Beatrice entstand eine tiefe,
innige Freundschaft und es war für Beatrice sehr schwer, als sich
ihr Gesundheitszustand verschlechterte und sie sich von Sandor trennen
musste. Dazu kam, dass Christoph im Sommer 98 noch eine Rückenoperation
ertragen musste und danach war es für ihn nicht leicht immer beide
Pferde zu bewegen und täglich 3 Stunden im Sattel zu sitzen. Aus
Vernunftsgründen und schweren Herzens trennte sich Beatrice von
ihrem geliebten Sandor.
Nach unzähligen Abklärungen mit den Aerzten stand
dann endlich fest, dass Christoph eine seiner Nieren für
Beatrice spenden konnte. Die Operation war nicht einfach und
es war auch noch ungewiss, ob der Körper von Beatrice das
fremde Organ akzeptieren würde. Am 20.1.00 legten sich die
beiden unter das Messer und die Operation gelang. 3 Tage später
hatte Beatrice einen Rückfall, der Blutdruck spielte verrückt,
im Urin war Blut und die Aerzte machten sich ehrlich Sorgen um
ihre Patientin. An diesem Tag spührte Beatrice immer die
Nähe von Sandor, ihr war als rieche es im Zimmer nach Pferd
und sie träumte von ihren Ausritten in der lieblichen Landschaft
der Freiberge, galoppierte mit Sander über den Galop du
Silence und war glücklich. In diesem Moment war sie ihrem
Pferd so nah wie nie zuvor. Der Blutdruck besserte sich rapide
und die Aerzte waren erstaunt über die schnelle Besserung.
Für Beatrice war es klar; Sandor hat ihr den Lebenswillen
und die Lebensfreude wieder gegeben. Indem sie in den Erinnerungen
schwelgte und von den schönen gemeinsamen Stunden träumte,
konnte sich ihr geplagter Körper erholen.
Erst später erfuhr Beatrice, dass ihr geliebter Sandor
eine Kollik hatte am gleichen Tag, wo es ihr so schlecht ging.
Sandor kam ins Tierspital wurde operiert und alles schien ok.
Doch Sandor bekam noch einmal eine Kollik, sollte wieder operiert
werden, bei der Operation stellten die Aerzte fest, dass bereits
20cm Darm abgestorben waren. Sie entschlossen sich nach Absprache
mit der neuen Besitzerin von Sandor, ihn einschlafen zu lassen.
Anfangs 2001 eröffneten die Aerzte Christoph und Beatrice,
dass es für beide fertig sei mit dem Reiten. Christoph sollte
sich einer weiteren Rückenoperation unterziehen, was er
vorläufig noch versucht herauszuzögern. Es stellte
sich jedoch für beide die Frage, was mit Arakis geschehen
sollte. Ein Pferd zu halten um es zu lieben und zu streicheln,
welches dann nur rumsteht und einfach keine Aufgabe mehr hat,
bringt ganz gewiss keinen Sinn. Ihn jedoch einfach so hopp hopp
zu verkaufen, dazu konnten sie sich jedoch auch nicht entschliessen.
Die Erinnerungen an die schönen Reiterferien im Jura waren noch
allgegenwärtig und so kam automatisch der Gedanke, mich zu fragen,
ob Arakis zu mir in den Jura dürfe. Somit hat er wieder eine Aufgabe,
kann seine grossen und kleinen Reiter durch die Freiberge trage und
falls er sich mit Cindy verträgt, werde ich die beiden zusammen
anspannen, da sie optisch und von den Gängen her gut zusammen
passen würden.
Nun kennt Ihr die Geschichte von der grossen Liebe, welche es
zwischen Menschen und Tieren geben kann und zum Glück immer
wieder gibt. Für jeden ist es ein Geschenk, wenn er eine
solche Liebe erleben darf und was niemand nehmen kann, weder
der Tod noch der Abschied, sind die Erinnerungen an all die schönen
gemeinsamen Stunden-
ARAKIS selbst werde ich Euch allen beschreiben, wenn ich ihn
besser kenne.
ARAKIS
Das erste mal als ich Arakis ritt, zäumte ich ihn nur mit Wassertrense
und kam mir danach komplett verloren auf diesem grossen schweren Pferd
vor. In der Zwischenzeit reite ich ihn mit Kandare oft am langen Zügel.
Ich kann mit ihm bereits die Tore öffnen und schliessen und zwei
Handpferde mitnehmen. Ebenfalls hat Arakis schon den ersten Trekking
hinter sich und hat sich vorzüglich bewährt. Er geht mit
seinem Reiter durch dick und dünn, ist absolut verkehrssicher
und hat vor nichts Angst. Mit den anderen Pferden versteht er sich
gut. Er ist immer mit Daisy, Arielle und Roxana zusammen und hat dort
automatisch die Führung übernommen. Da er einen sehr weiten,
raumgreifenden Schritt hat, muss man als Führer oft auf die anderen
warten. Jedoch auch ans warten hat sich Arakis gut gewöhnt. Die
einzige Untugend die er hat; er kann den herrlichen Jura-Tannen nicht
widerstehen und zupft sich ab und zu ein Aestchen ab, welches er dann
genussvoll verzehrt.
Arakis befindet sich heute wieder bei seinen Besitzern, welche
ihn zu sehr vermissten.
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